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Sanierung In den Reben

Kurz und bündig

  • Die Strasse sowie das Trottoir «In den Reben» befinden sich in einem schlechten Zustand und müssen ab der Verzweigung Rütigasse bis zur westlichen Bauzonengrenze saniert werden.
  • Die bestehende Wasserleitung ist aus Altersgründen (Baujahr 1963-1970) zu ersetzen. Gleichzeitig werden die Hausanschluss-Wasserleitungen im Strassenbereich zu Lasten der Wasserversorgung erneuert.
  • Die bestehende Schmutzwasserleitung ist gemäss GEP-Massnahmenplan ebenfalls in einem sanierungsbedürftigen Zustand.
  • Im westlichen Teil der Strasse wird parallel zur bestehenden Mischwasserkanalisation eine neue Sauberwasserleitung ab den Terrassenhäusern bis zu den Liegenschaften «In den Reben 20» erstellt. Ab den Liegenschaften «In den Reben 8» bis zum Vereinigungsschacht KS 63 wird vorerst auf eine Sauberwasserleitung verzichtet.
  • Die Ausführung ist ab Mitte 2025, nach Fertigstellung der Sanierung «Hueb» geplant; es wird mit einer gesamten Bauzeit von rund 12 Monaten gerechnet. Die Bauarbeiten werden in vier Etappen ausgeführt.
  • Die Gesamtkosten für das Sanierungsprojekt belaufen sich auf CHF 1’888’000 (inkl. MwSt.).

Ausgangslage

Die Einwohnergemeinde Auenstein beabsichtigt, die Strasse «In den Reben» ab der Verzweigung Rütigasse bis zur westlichen Bauzonengrenze zu sanieren. Die Strasse und der Gehweg befinden sich in einem schlechten Zustand und weisen etliche Rissbildungen und Belagsflicke auf. Die bestehende Wasserleitung verläuft in der Gemeindestrasse «In den Reben» auf einer Länge von ca. 430 m und ist aus Altersgründen (Baujahr 1963-1970) zu ersetzen. Gleichzeitig sollen die Hausanschluss-Wasserleitungen im Strassenbereich zu Lasten der Wasserversorgung erneuert werden. Die bestehende Schmutzwasserleitung ist gemäss dem GEP-Massnahmenplan (1. Generation) in einem sanierungsdürftigen Zustand.

Teilweise ist gemäss dem Generellen Entwässerungsplan GEP (1. Generation) eine Kalibervergrösserung einzelner Kanalisationshaltungen vorgesehen. Im Zuge der GEP-Überarbeitung wurde der Kanalisationsabschnitt im Sanierungsperimeter mittels Kanal-TV aufgenommen. Die AEW Energie AG beabsichtigt im Projektperimeter ihr vorhandenes Elektrotrasse mit zusätzlichen Leitungen auszubauen.

Der Gemeinderat hat die Bodmer Bauingenieure AG mit der Ausarbeitung eines Bauprojektes beauftragt.

Bei der Gemeindestrasse «In den Reben» handelt es sich um eine Erschliessungsstrasse, welche sich gesamthaft auf eine Länge von 830 m erstreckt. Nordöstlich mündet die Gemeindestrasse in die Lokalverbindungsstrasse K470 Rütigasse und südwestlich in die Lokalverbindungsstrasse K471 Aarauerstrasse. Die Bauzonengrenze verläuft von Norden nach Süden und unterteilt die Gemeindestrasse ab der Einmündung «Wiweg» in ausserhalb Baugebiet und innerhalb Baugebiet. Ab der Verzweigung K470 Rütigasse bis zur westlichen Bauzonengrenze befinden sich die Strasse und der Gehweg in einem schlechten Zustand und sind sanierungsbedürftig. Der zu sanierende Strassenabschnitt erstreckt sich auf eine Länge von rund 450 m. Gemäss dem Bauzonenplan grenzt der Projektperimeter nördlich, wie auch südlich, an die Wohnzone. Auf der Nord- und Südseite der Gemeindestrasse befinden sich überwiegend die Zu- und Wegfahrten von Einfamilienhäusern bzw. Reihenfamilienhäusern. Das Quartier ist bereits mit einer Mischwasserkanalisation, Wasserleitung und Elektroleitungen erschlossen.

Projekt

Strasse und Beleuchtung

Der sanierungsbedürftige Abschnitt beträgt rund 450 m. Die Gemeindestrasse weist eine durchgehende Strassenbreite von rund 5.50 m auf. Der nördlich angrenzende Gehweg variiert in der Breite zwischen 1.70 m bis 1.90 m. Im Einmündungsbereich in die K470 Rütigasse ist aufgrund der bestehenden Liegenschaften «In den Reben» Nr. 1 und 2 eine Verengung der Strassenbreite auf rund 3.80 m und der Gehwegbreite auf rund 1.60 m vorhanden. Zudem liegt in diesem Bereich der bestehende Gehweg auf der Parzelle Nr. 171. Im Bereich der Bauzonengrenze, vor der Einmündung «Wiweg» ist eine Einfahrtsbremse vorhanden. Die Strasse wird in diesem Bereich lokal auf eine Breite von 3.50 m eingeengt. Der Strassenabschnitt weist etliche Belagsflicke auf. Visuell sind Oberflächenrisse zu erkennen. In den vergangenen Jahren wurden die Risse mit Bitumen-Heissverguss saniert.

Durch die Firma TFB AG, Wildegg, wurde eine materialtechnische Zustandserfassung durchgeführt. Über den Projektperimeter verteilt wurden vier Bohrkerne mit Belagsproben entnommen und ausgewertet. Zusammen mit den Belagsproben wurde auch der bestehende Strassenkoffer untersucht. Die bestehende Fundationsstärke beträgt zwischen 350 bis 590 mm. Vor der Engstelle, zwischen der Einmündung Leigrueb und der K470 Rütigasse konnte trotz ausreichender Fundationsstärke der geforderte ME-Wert nicht erreicht werden.

Der schadhafte Strassenbelag ist durch einen zweischichtigen Belag (Gesamtstärke 10 cm; Verkehrsklasse T2) über den gesamten Projektperimeter zu ersetzen. Die Strassenfundation ist im Bereich der Engstelle Einmündung in die K470 Rütigasse komplett zu ersetzen. Im übrigen Projektabschnitt ist lediglich ein Planieausgleich von 200 mm vorgesehen. Die Randabschlüsse sind zum Teil lose und haften infolge der ausgewaschenen Fugen nicht mehr. Teilweise befinden sich entlang dem Strassenrand private Sockelmauern, welche mit dem Sanierungsprojekt zu erhalten sind. Das anfallende Oberflächenwasser auf der Strasse wird über die vorhandenen Einlaufschächte mit Schlammsammler gefasst und der örtlichen Schmutzwasserleitung zugeleitet. Im Sanierungsperimeter befinden sich rund 12 Einlaufschächte. Diese sind teilweise in einem schlechten Zustand und müssen ersetzt werden. Gemäss den Terrainaufnahmen beträgt die Längsneigung beider Strassenabschnitte im Minimum 0.5 %. Die bestehenden Höhen der Vorplätze können somit grösstenteils übernommen und marginal optimiert werden. Im Projektperimeter sind nördlich der Gemeindestrasse In den Reben, im Bereich des Gehweges, Kandelaber vorhanden. Die Kandelaber wurden bereits auf LED-Leuchten umgerüstet und es sind keine zusätzlichen Leuchtträger vorgesehen.

Kanalisation

Unterlagen von den bestehenden Anlagen konnten den GEP-Unterlagen und dem Leitungskataster Abwasser der Gemeinde Auenstein entnommen werden. Der Projektperimeter liegt im Gewässerschutzbereich üB. Die bestehenden Entwässerungsleitungen im Projektperimeter sind aufgrund der topografischen Gegebenheiten in zwei verschiedene Kanalisationsstränge aufgeteilt. Das anfallende Abwasser stammt hauptsächlich infolge der Hanglage von den nördlich, oberhalb der Gemeindestrasse angrenzenden Liegenschaften. Das Abwasser wird über Mischwasserkanalisationen, welche im Strassenbereich liegen, abgeleitet. Der Abschnitt West, ab der Bauzonengrenze bis zu den Liegenschaften In den Reben 8 entwässert über zwei Kanalisationsstränge. Die beiden Kanalisationsstränge werden beim Kontrollschacht 63 zusammengeführt. Ab dem Kontrollschacht 63 verläuft die öffentliche Kanalisationsleitung hangabwärts, über private Parzellen in die Spittelgasse. Im Abschnitt Ost entwässert das Gebiet über die Mischwasserkanalisation innerhalb der Gemeindestrassen Leigrueb und In den Reben. Die Kanalisation verläuft in die Rütigasse und schliesst am Kontrollschacht 120a an.

Das GEP (1. Generation) sieht vor, das Baugebiet künftig weiterhin im Mischsystem zu entwässern. Gesamthaft wären rund 157 m Mischwasserleitung neu zu erstellen. Die vorhandenen Kanalisationsleitungen sind gemäss den durchgeführten Zustandsuntersuchungen im Jahre 2021 teilweise in einem schlechten Zustand und müssen renoviert oder ersetzt werden.

Trinkwasserversorgung

Auf der gesamten Länge der Gemeindestrasse «In den Reben» ist eine bestehende Trinkwasserleitung für die Trinkwasserversorgung und den Löschschutz vorhanden. Gemäss dem Generellen Wasserversorgungsprojekt (GWP) ist die Leitung zwischen 1963-1970 erstellt worden. In den vergangenen Jahren sind mehrere Rohrbrüche an der Trinkwasserleitung aufgetreten. Im Werkplan wird das Leitungsmaterial mit «GU» bezeichnet. Es handelt sich vermutlich um eine Leitung aus Grauguss mit gestemmten Muffen. Es ist bekannt, dass bei solchen Leitungen die damals verwendeten Hanfstricke für die Abdichtung der Muffen im Laufe der Zeit verfaulen und dadurch das Leitungssystem undicht wird. Das spröde Rohrmaterial (Grauguss) ist sehr empfindlich auf Erschütterungen, welche zu Rohrbrüchen führen können. Die bestehende Gussleitung ist durch eine neue Kunststoffleitung zu ersetzen. Die vorhandenen Hydranten im Projektperimeter sind altersbedingt zu ersetzen.

Strassensanierung

Die horizontale Linienführung sowie die Strassenbreiten bleiben gegenüber der heutigen Situation unverändert. Die Gemeindestrasse ist ausgemarcht, dementsprechend erfolgen keine Änderungen in der Strassengeometrie. Der zu sanierende Projektabschnitt beträgt rund 450 m. Die Strassennivellette wurde möglichst an den heutigen Verlauf der Strassen- bzw. der Strassenränder angepasst, um die Anpassungsbereiche zu den bestehenden Liegenschaften so gering wie möglich zu halten. Die Höhen der bestehenden Ein- und Ausfahrten wurden so weit wie möglich übernommen. An den bestehenden Vorplätzen und Grundstückzufahrten sind geringfügige Anpassungen notwendig. Als Randabschlüsse sind ein- bzw. zweireihige Bund- und Wassersteine und Stellplatten vorgesehen.

Strassenentwässerung

Die Lage der Strassenentwässerung wird weitgehend übernommen. Insgesamt werden rund 16 Einlaufschächte inkl. Roste ersetzt. Das Einzugsgebiet pro Einlaufschacht beträgt max. 200 m2 Strassenfläche. Bei allen Einlaufschächten werden die Ableitungen neu erstellt und an die Schmutzwasserkanalisation angeschlossen. Die zu ersetzende Leitungslänge beträgt rund 80 m.

Strassenbeleuchtung

An der Gemeindestrasse In den Reben ist grundsätzlich eine genügende Strassenbeleuchtung vorhanden. Die Kandelaber wurden bereits auf LED-Leuchten umgerüstet und es sind keine zusätzlichen Leuchtträger vorgesehen. Die vorhandenen Kandelaber werden an die neue Versorgung angeschlossen.

Grabarbeiten

Die Hauptleitung wird zusammen mit den Leitungen der AEW Energie AG in einem Gemeinschaftsgraben verlegt. Dadurch werden Synergien für kürzere Bauzeit und Kosteneinsparungen erzielt. Die Graben-/Grubenauffüllung erfolgt im Strassenbereich und in den befahrbaren Vorplätzen mit ungebundenem Gemische, ausserhalb der Strasse und Vorplätzen mit Aushubmaterial. Soweit geeignet, wird der Kofferaushub zwischendeponiert und als Grabenauffüllung wiederverwendet.

Kosten

Inkl. 8.1 % MwSt., zuzüglich teuerungsbedingte Mehrkosten und einer Kostengenauigkeit von ± 10%.

Bereich Kosten [CHF]
Strassensanierung 897'000
Wasserleitung 450'000
Schmutzwasserleitung 327'000
Sauberwasserleitung 187'000
Beleuchtung 27'000
Gesamtkosten 1'888'000

Kontakte

Funktion Name Kontakt
Bauherrschaft Einwohnergemeinde Auenstein
Schürmatt 1
5105 Auenstein
E-Mail
Tel. 062 897 03 02
Projektleitung Bodmer Bauingenieure AG
Dominic Hilfiker
Industriestrasse 25
5033 Buchs
E-Mail
Tel. 062 838 21 91
Baumeister Cellere Bau AG, Birr  
Sanitärinstallationen Frei Infra AG, Birmenstorf  
Kanalsanierung KFS KANAL-SERVICE AG, Oensingen  

Dokumente

Bauphase

Pläne (Stand Bauprojekt)